Euro Velo6 Tour 2025: Budapest – Vidin; 1000 km
Zusammenfassung
In diesem Jahr bringt uns der Zug zu unserem Routenstart nach Budapest. Von hier aus geht es immer der Donau entlang durch Ungarn, Serbien und Bulgarien bis nach Vidin. Auf dieser 1000km langen Strecke sehen wir in 14 Tagen ganz verschiedene Landschaften, Städte und Menschen.
Das landschaftliche Highlight ist ganz klar das Eiserne Tor, der Donaudurchbruch durch die Karpaten zwischen Serbien und Rumänien. So unterschiedlich wie Land und Leute sind auch die Wegverhältnisse und insbesondere die Ausschilderung des EV6. Serbien kann hier quasi als mustergültig bezeichnet werden, wobei die Wege selbst teils sehr naturbetont daherkommen. Überrascht waren wir von den doch überwiegend ärmlichen Verhältnissen in Bulgarien, wobei die Gastfreundschaft oder die Freundlichkeit der Leute in keiner Korrelation dazustehen. Insgesamt wieder eine tolle Tour – ohne Pannen – mit viel Sonne und Wärme und jeder Menge neuen Eindrücken.

Euro Velo6 – Etappen 1-4

Prolog: Ankunft Budapest
Unsere Zuganreise von Berlin über Prag beginnt mit einiger Aufregung. Eine S-Bahn zum Berliner Hbf. fällt aus und so ist einer von uns beiden ohne Fahrkarten im Zug, der andere schafft es aber auf den letzten Drücker. Alles andere verläuft dann aber weitgehend nach Plan. Ab Štúrovo bzw. Esztergom haben wir die ersten Blicke auf die Donau und Erinnerungen an unsere letzten Etappen im vorigen Jahr.
Wir kommen gegen 20:00 Uhr in Budapest an, checken im Hotel MEDOS ein, sagen der Donau schon mal ‚Guten Abend‘ und speisen in einer nah am Hotel gelegenen ‚Restaurantmeile‘.




Etappe #1: Budapest – Tass , 74 km
Bevor wir uns auf die erste Etappe machen, drehen wir noch eine kleine Runde durch’s Zentrum. Um 10:00 Uhr ist es schon gut warm, insofern erlangen die in der Fußgängerzone am Parlament installierten ‚Kühldampfsprüher‘ unsere besondere Aufmerksamkeit. Kurz danach entsteht das ‚offizielle‘ Startfoto der diesjährigen Tour.



Wir verlassen Budapest nach Süden und folgen ab dem Stadtrand der EV6-Hauptroute am kleinen Donaunebenarm. Diese Hauptroute birgt relativ viel Entwicklungspotential hinsichtlich Wegebeschaffenheit und Ausschilderung, bietet aber auch den einen oder anderen idyllischen Blick. Ein ganz besonders idyllischer kleiner Umweg erinnert uns an einen Karat-Song. Sieben Brücken waren es bestimmt, über die wir – dank verschieden hoher Treppen – gehen mussten, um kleine Seitenarme zu überqueren. Selbst gewähltes Leid, der eigentliche Radweg war sicherlich besser befahrbar.

Am frühen Abend erreichen wir Tass üdülöterület, was Erholungsgebiet von Tass heißt und für uns lustig klingt. Ein sehr kleiner Ort – aber mit unserer Unterkunft. Diese gehört zur nahgelegenen Fisch-Csárda – in der wir den Schlüssel abholen sollen und die lt. Google auch geöffnet ist. Oder besser sein müsste, denn deren Eingang ist verschlossen, so dass wir einen leichten Schreck bekommen. Abendessen und Übernachtung adé? Nach einer kleinen Weile sehen wir aber einen älteren Mann über den Hof laufen, der uns in die völlig leere Csárda führt. Wir sind offensichtlich die einzigen Gäste. Hier begrüßt uns Erika, eine fließend ungarisch sprechende, super nette Frau, mit einer selbst gemachten köstlichen Limonade, auf die recht bald ein köstliches Abendmahl folgt. Nach dem ersten Schreck sind wir schier überwältigt von so viel Gastfreundschaft. Das Frühstück wird uns schon am Abend in einen großen Korb gepackt, so dass wir – wie Rotkäppchen – zufrieden unser Quartier beziehen – ein separat stehendes Haus mit eigener großer Terrasse. Mit einem herrlichen Abendrot über dem nahegelegenen Donauarm klingt dieser Tag dann aus.



Etappe #2: Tass – Kalocsa, 78 km
Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück aus dem Rotkäppchenkorb, auf einer schattigen Terrasse sitzend, mit Blick in’s Weite.


Kurz nach dem Start bekommen wir einen ersten Vorgeschmack auf das Streckenprofil, welches uns noch sehr oft im Verlauf dieser Tour begegnen sollte.

Da eine passende Übernachtung direkt am Radweg nicht zu finden war, biegen wir ab und fahren einen Umweg nach Kalocsa. Diese für die ungarische Geschichte wichtige Stadt bietet ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten. Und eigentlich auch Restaurants. Doch wir setzen in vollkommener Umdeutung des Brecht’schen „Erst kommt das Fressen …“ Kultur vor das Essen und besichtigen zunächst die Stadt.

Als wir dann ’so weit sind‘, ist entgegen des vorher inspizierten Schildes am Restaurant unserer Wahl bereits Küchenschluss und, ehe wir zu Ende überlegt haben, auch im naheliegenden Imbiss. Das nächste Mal fragen wir lieber nach. Da wir aber nicht sonderlich hungrig sind und auch keine Lust haben weiter zu suchen, verzichten wir zum ersten Mal bei all unseren Touren aufs Abendessen und fühlen uns auch noch gut dabei. Aber so viel kann jetzt schon gesagt werden, das wird auf dieser Tour die Ausnahme bleiben.
Etappe #3: Kalocsa – Mohacs , 85 km
Das Frühstück ist reichhaltig, so dass wir nun voller Energie in die heutige Etappe starten können. Zunächst schauen wir uns die Stadt noch mal kurz bei Tage und im Sonnenschein an. Dann geht’s zurück zum EV6, der nun auch bessere Wegstrecken aufweist. Und ab uns zu bekommen wir auch die Donau zu Gesicht.

Auf der Hälfte der Etappe erreichen wir die kleine Stadt Baja an der Donau, die wir kurz durchstreifen und uns dabei an sprachlichen Doppeldeutigkeiten erfreuen (eigentlich geht’s um ‚frische‘ (!) Pizza etc.), bevor wir uns am Donau-Ufer einen schattigen Rastplatz für unsere Vesper suchen.


Inzwischen ist’s ziemlich heiß geworden und der Radweg auf’m Deich bietet absolut keinen Schatten. Das lässt die Freude am Radfahren spürbar sinken. Und als uns kurz vor dem Ziel der Etappe die Fähre wegen noch nicht am Schalter an Land gekaufter Tickets stehen lässt, ist die Stimmung mal ganz kurz am Boden.


Aber 30 Minuten später fährt schon die nächste Fähre, die uns nach Mohács am gegenüberliegenden Ufer bringt, wo das Hotel Szent János direkt an der Donau schon darauf wartet, uns für eine Nacht zu beherbergen.
Mohács ist die nächste geschichtsträchtige ungarische Stadt. Wir haben aber gestern gelernt, uns zuerst um das Abendessen zu kümmern. Das tun wir auch und landen in einem ganz tollem – Bistro genannten – Restaurant. Danach reicht es nur noch für einen kurzen Verdauungsspaziergang im Dunkeln.
Etappe #4: Mohacs -Apatin, 93 km
Diese Etappe ist in mehrfacher Hinsicht besonders. Zum einen überqueren wir die Grenze von Ungarn nach Serbien mit einem außergewöhnlichen Sicherungsgrad, zum anderen ist der nachfolgende Grenzverlauf sehr kurios, da er sich nicht wie üblich entlang des Flusses befindet, sondern in – für uns zunächst nicht erklärbaren – Schlängellinien entlang des Flusses -quasi- ‘mäandert. Und zum Dritten stelle ich auf der Fahrt fest, dass ich meinen schönen Mini-Rucksack, den ich auf unserer Bodensee-Königsee Tour erwarb, im Hotel gelassen habe.
Anmerkung des Co-Autors: Die kuriose Grenzziehung zwischen Kroatien und Serbien war schon bei der Reiseplanung aufgefallen. Schließlich wollten wir die Anzahl der Grenzübergänge so gering wie möglich halten, zumal es sich auch zwischen Kroatien und Serbien um eine EU-Außengrenze handelt. Das ’scheinbare‘ Wirrwarr resultiert aus den unterschiedlichen Standpunkten der beteiligten Länder. Im ehemaligen Jugoslawien war die genaue Grenzziehung zwischen den Teilrepubliken kein Thema. Nach dem Zerfall des Vielvölkerstaates ist die Situation eine ganz andere. Kroatien besteht auf den am alten Donauverlauf orientierten Verwaltungsgrenzen aus österreich-ungarischen Zeiten, Serbien dagegen praktischerweise auf der Grenze in der aktuellen Flussmitte. Das wird auch für uns die praktikable Lösung. Wir wählen die Route auf serbischer Seite, die näher am Fluss und naturnaher zu sein scheint, und fahren rein theoretisch auch ein paar Kilometer durch Kroatien.

Nach einem stärkenden Frühstück checken wir aus unserem Hotel aus, werfen noch einmal einen Blick auf die typischen Mohácser Karnevalsfigur und fahren mit der Fähre über die Donau, um von hier aus die Etappe nach Apatin zu starten.



Nach 15km endet der Weg an einer massiv errichteten Grenzanlage. Für innereuropäische Verhältnisse eine eher ungewöhnliche ‚Befestigung‘. Laut Recherche wurde hier durch EU-Beschluss ein Bollwerk gegen illegale Flüchtlingsströme errichtet. Der Anblick erinnert uns an längst vergangene Zeiten.


Der ‚freie‘ Grenzübertritt ist nicht weit entfernt. Wir sind also in Serbien – einem Nicht-EU-Land – und sind schon mal sehr positiv überrascht, dass der EV6 Radweg hier durch eine klare und gute Ausschilderung offensichtlich wertgeschätzt wird. Die in ganz Serbien sehr gute Ausschilderung wurde durch die EU gefördert und von der deutschen GIZ umgesetzt.



Unterwegs machen wir noch in der kleinen Stadt Sombor Rast, hier fallen uns diverse künstlerische ‚Elemente‘ im Stadtbild auf, die zu einer angenehmen Gesamterscheinung beitragen.



Am Abend erreichen wir Apatin, machen noch eine kleine Stadterkundung und entdecken dabei ein besonders interessantes Denkmal – die quasi frei sitzende Statue von Nicola Tesla. Apropos … Tesla-Statuen werden wir noch öfter sehen. Er scheint hier ein National-‚Heiliger‘ zu sein.

Etappe #5: Apatin – Bačko Novo Selo, 98 km
Bevor es losgeht schauen wir uns in Apatin noch die wegen des byzantinischen Baustils alt wirkende Kirche der heiligen Apostel an, die aber erst 1998-2002 erbaut wurde. Diese Art neuerer orthodoxer Kirchen finden wir auf unserem Weg durch die historisch eher katholisch geprägte Vojvodina häufig, oftmals ganz in der Nähe der alten katholischen Kirche. Interessanterweise steht diese Kirche am Stadtrand an der Donau und damit direkt an der Grenze zum katholischen Kroatien. Ob das Zufall ist?


Nach einigen Kilometern fahren wir ein Stück durch das Naturschutzgebiet ‚Obere Donau‘ und können uns für kurze Zeit an schattigen Wegen durch Auenwald erfreuen. Die Freude endet abrupt am völlig zugewachsen und mit Schranke abgesperrten Eurovelo. Und wir dachten, wir hätten in puncto Wegequalität schon alles gesehen. Also runter vom Deich und unten auf sandigen Treckerwegen weiter.


Es ist eine sehr warme, lange Etappe , die uns bei 37 Grad durch das Land führt. Der Freund der Zusammenflüsse im Team entscheidet sich deshalb schweren Herzens gegen einen 5 km langen Umweg zur Besichtigung der Draumündung. Kurz danach biegen wir aber doch mal kurz ab, zum früheren Anleger der Fähre nach Vukovar. Der Anleger samt Gastronomie ist ein lost place, es gibt keine Fähre mehr rüber in die während der Jugoslawienkriege in den 1990ern so geschundene kroatische Stadt. Aber wir haben einen Blick hinüber und ein Gedenken an die fürchterlichen Geschehnisse dort. Als wir am Aufbrechen sind, kommt ein älteres Paar mit dem Auto an, setzt sich mit kleinem Picknick auf den Boden und blickt schweigend hinüber. Wir können nur mutmaßen, dass sie früher auf der anderen Seite ihr Zuhause hatten, wollen nicht weiter stören (ein ‚heimliches‘ Foto muss aber noch sein) und fahren weiter.






Schatten ist weiterhin rar und so sind wir sehr froh, das Ziel und – damit verbunden- eine Dusche zu erreichen. Kaum dass wir erfrischt unsere Quartiersumgebung in Augenschein nehmen, zieht eine mächtige schwarze Wand – und damit verbunden ein sehr starker Wind auf, der sekundenschnell die Baldachine unserer Unterkunfts-Terrasse zerlegt. Der junge Mann, der den Service leitet, erzählt uns, dass es seit 2 Jahren immer mehr extreme Stürme und Starkregen gibt. Wir sind aber im Haus geschützt, geniessen unser Abendessen und sind heilfroh, dass wir unsere Herberge vor diesem Unwetter erreicht haben.
Etappe #6: Bačko Novo Selo – Novi Sad, 86 km
Zum Glück ist es heute -nach dem starken Regen -gefühlt 10 Grad kühler, was uns sehr erfreut und das Losfahren viel schwungvoller gestaltet.


Nach ca 1h Fahrt kommt es leider zu einem Sturz bei einem Spurwechsel- Manöver. Die Wege sind eben größtenteils aus Sand oder oft auch Schotter , und wenn man da in’s Rutschen kommt …. Zum Glück gibt es keinen größeren Personen- oder Radschaden und mit Verbandszeug können die Wunden erstmal ‚versorgt‘ werden.
Die Einfahrt in Novi Sad ist sehr schön. Zunächst fahren wir an einem interessanten Eingang zu einem Fitnessstudio vorbei ….

…und dann weiter Richtung Stadtzentrum auf einem tollen Boulevard – mit einem extra Tartanstreifen für Jogger, einem großen Mittelstreifen für Fußgänger und 2 getrennten Radwegen – der lädt Leute zum Flanieren, Sport treiben und Verweilen ein und wird auch rege genutzt. Die Serben scheinen sehr sportbegeistert zu sein.


Unser Quartier liegt in einem Innenhof in ‚interessantem Ambiente‘ mit einem schicken und sehr sehr großen Zimmer, in das wir auch unsere Räder abstellen können, denn draußen sollen sie lt. ‚Herbergsvater‘ keinesfalls stehen bleiben.



Der Weg zur Altstadt ist nicht weit und so erkunden wir NoviSad am Abend…


…und lassen diesen mit einem leckeren Ćevapi-(= große Ćevapčići)-Mahl ausklingen.

Etappe #7: Novi Sad – Belgrad, 100 km
Bevor es ‚auf die Strecke‘ geht, geht es erstmal hoch hinaus auf die Festung von NoviSad. Hier verbindet sich Kunst mit einem schönen Blick auf bzw. über die Stadt.


Zunächst viel Straße mit starkem Verkehr und dann naturbelassene Wege prägen diese Etappe bis kurz vor Belgrad. Nach 10 km auf einer stark befahrenen Hauptstraße beschließen wir auf den folgenden knapp 5 km langen Anstieg auf dieser Straße zu verzichten und weichen auf eine in unserer EV6-Radkarte vage eingezeichnete Alternativ-Route aus. Diese ist wirklich sehr naturbelassen und ohne mehrere Kontrollblicke in die Karten-App schwer zu finden.
Besonders schön war unsere Mittagsrast unter einem schatten spendenden Baum , mit Blick auf die Theiß-Mündung und eine Baustelle, von der uns irgendwann die Bauarbeiter auf Deutsch zurufen : Guten Appetit 🙂 …..Nette Begegnung.


Nach einer wieder sehr verkehrsreichen Einfahrt ohne separate Radspuren erreichen wir am Abend die serbische Hauptstadt. In der Stadt führt der EV6 dann glücklicherweise über kleine Nebenstraßen, durch malerische Gassen im Stadtviertel Zemun und durch einen ausgedehnten Park an Donau und Save.




Nach der Brücke über die Save erwartet uns ein Novum auf all unseren bisherigen Touren. Der Radweg führt über einen Lift runter ans Ufer.



Danach fahren wir länger durch die Stadt als geplant, da es mehrere Unterkünfte mit gleichem Namen gibt und wir erst einmal zur falschen fahren, beziehen dann aber das richtige Quartier und erkunden noch die Stadt bei Nacht.


Etappe #8: „Ruhetag“ Belgrad
Da wir nach unserer gestrigen Fahrerei in der Stadt unseren Fahrrädern unbedingt mal eine Pause gönnen wollten 😉, nutzen wir für unseren Stadtbummel auch die öffentlichen Verkehrsmittel. Die sind überraschenderweise kostenlos nutzbar, bestehen – zumindest in den Gegenden, in denen wir unterwegs waren – aus Unmengen an Autobussen. Zwar sind viele Straßenbahn- und O-Bus-Strecken und dazugehörige Haltestellen zu sehen, darauf sind aber keine Bahnen bzw. Busse unterwegs. Der Betrieb scheint eingestellt (gewesen) zu sein.
Belgrad hat schon schöne und interessante Ecken, aber insgesamt kommt der Eindruck auf, dass vieles auf Verschleiß gefahren wird. Gerade auch bei bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Dom des heiligen Sava, der uns irgendwie auch an die Newski Kathedrale in Sofia erinnert, liegen Gehwegplatten lose herum und die Wege sind quasi sich selbst überlassen. Dafür sind wir vom – Dank einer großzügigen Gazprom-Spende – Glanz und der überbordenden Fülle des Innenraums schon fast ‘erschlagen’. Und auch diese Kirche ist noch gar nicht so alt, wie man auf den ersten Blick vermuten würde. Baubeginn war 1935, offiziell eröffnet wurde sie nach Unterbrechungen durch Krieg und Bauverbot in kommunistischen Zeiten 2004, ganz fertig ist sie immer noch nicht.




Am Nachmittag besichtigen wir noch einen ‚Ableger‘ des Berliner Holzmarkt-Projektes – der Versuch in einem etwas abgelegen Gebiet wieder Kultur und Treffpunkt zu etablieren. In unmittelbarer Nachbarschaft sehen wir einen ‚Bus-Friedhof‘, ein großes Gelände, auf dem jede Menge alte O-Busse und Strassenbahnen stehen. Nach etwas Recherche beim Schreiben dieser Zeilen erfahren wir, dass es lange Zeit viele Diskussionen um die Zukunft der O-Busse gab, diese dann aber offensichtlich 2024 nach 78 Jahren Betrieb abgeschafft wurden.




Als letztes Ausflugsziel für diesen Tag begehen wir die Festung in Belgrad, welche auf einer Anhöhe gelegen, einen wunderschönen Blick über die Umgebung inklusive der Save Mündung in die Donau erlaubt.




Etappe #9: Belgrad – Kovin, 75 km
Auch heute starten wir wieder bei warmen Wetter, auch heute fahren wir auf sehr naturbelassenen Wegen.
Doch zunächst müssen wir aus Belgrad herausfinden. Wir suchen uns eine Route auf gut fahrbaren Nebenstraßen, treffen dann wieder auf die offizielle EV6-Route, müssen noch die Überquerung der Donau auf der unvermeidlichen, stark befahrenen und radweg“freien“ Pančevo-Brücke überstehen … und dann sind wir auch schon auf den bereits erwähnten sehr naturbelassenen Wegen. Und wir freuen uns nach der Brückenpassage über das trockene Wetter, denn auf die grüne Alternativroute hätten wir absolut keine Lust gehabt. Die Schilder am Radweg sind wirklich toll (li) oder leicht bizarr (re).


Unterwegs sind Rastplätze rar, doch wir finden zum Glück noch einen schattigen Platz auf einer Tribüne eines Fußballplatzes, auf der wir unsere Mittags-Mahlzeit einnehmen. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel StariGrad in Kovin, in dem uns eine gut Englisch sprechende, sehr nette Rezeptionistin empfängt. Sie fragt uns, ob wir E-Bikes fahren. Wir verneinen und sie fragt, warum wir das machen? Sie erzählt, dass die Hälfte aller Hotelgäste Biker auf dem EV6 sind, denen sie auch immer wieder diese Frage stellt. Es ist ein nettes Gespräch, was wir da führen.








Etappe #10: Kovin – Golubac, 84km
Wir genießen unser sehr vielfältiges ‚Gourmet‘-Frühstück im Hotel und checken danach aus, um uns auf unsere heutige Etappe zu ‚begeben‘.


Unterwegs sehen wir eine Kuhherde, die sich bei diesen hohen Temperaturen auch einen Schattenplatz bzw. einen kühlen Platz im Donauwasser sucht. In der Ferne werden die ersten Ausläufer der Karpaten sichtbar. Nach den flachen Landschaften der letzten Tage freuen sich unsere Augen über diese Abwechslung. An unsere Beine denken wir da noch nicht.

Nach ca. 40 km erreichen wir eine Fähre, die uns über die hier aufgestaute Donau nach Ram fährt. Das Besondere an ‚unserer‘ Fähre ist die ‚Bauart‘, denn den eigentlichen ‚Fährkörper‘ bewegt ein seitwärts angedocktes separates Boot. Unsere Route im Kartenhalter erweckt offenbar Interesse, zumal bepackte Fahrrad-Touristen hier Seltenheitswert besitzen. Ins Gespräch mit dem neugierigen Autofahrer kommen wir aber nicht.



Am anderen Ufer finden wir einen schönen Schattenplatz für unsere Vesper.

Auf dieser Seite trauen wir unseren Augen nicht und denken, dass wir in einem anderen Land sind – es gibt tolle asphaltierte Fahrradwege! So radeln wir mit einem völlig neuen Gefühl dem kleinen Ort Golubac entgegen. Ab jetzt bildet die Donau die Grenze zu Rumänien. Das wird bis kurz vor dem Ende des EV6 auch so bleiben. Unterwegs haben wir schon einen ersten Blick auf die Highlights unserer morgigen Tour – ach was, der gesamten diesjährigen Tour. Von der tiefstehenden Sonne angestrahlt leuchtet die imposante Festung von Golubac und dahinter ist schon der Beginn des Eisernen Tors zu sehen.
Gegen 18:00 erreichen wir unser Appartement, welches über einer Gaststätte liegt, in der wir gegen 21:00 festlich speisen. Übrigens die erste Gaststätte, in der auf dem Tisch eine Kerze angezündet wird.



Etappe #11: Golubac – Golubinje, 73km
Nach einem Bäcker-Frühstück geht es los. Die gestrige Radweg-Euphorie wird gleich wieder gedämpft – auf den tollen Asphaltweg folgen Treppe und Schotter, letzterer ist aber nur die Basis für den weiteren Wegeausbau. Da sind wir einfach mal zu früh dran. Seit der gestrigen Fähre teilt sich der EV6 die Strecke mit dem EV13, dem ‚Iron Curtain Trail‘. Da wir auf der serbischen Seite fahren, befinden wir uns (diesmal) vor dem Eisernen Vorhang.


Das erste Ziel des Tages liegt nicht weit von der Unterkunft – die malerisch an der Donau gelegene alte Festung, die von 2014-2018 mit EU-Mitteln großflächig saniert wurde und nun einen fantastischen An- und Ausblick liefert. Wir lassen unsere Räder stehen und erkunden die Festung – aus Zeitgründen aber nur auf der kürzesten Basics-Route. Und erstmals in unserem – zugegebenermaßen noch nicht sehr langem – Rentnerdasein können wir von speziellen Senioren-Preisen profitieren. Wir müssen uns dann aber losreißen, schwingen uns wieder auf die Räder und fahren durch einen Tunnel seitlich unter der Festung hindurch weiter. Bis zur Sanierung verlief die Straße mitten durch die Festung. Das ist glücklicherweise Geschichte.



Bei der Festung beginnt das Eiserne Tor, das imposante Durchbruchstal der Donau durch die Karpaten, das wir heute und morgen auf insgesamt ca. 100 km durchqueren werden. Diese Strecke wird eines der landschaftlichen Highlights auf dem gesamten EV6 werden. Der Weg heute ist ein Mix aus Schotterpiste, einem größeren Anstieg und Straße. Die Straße entlang der Donau ist mit zahlreichen weiteren Tunneln ‚bestückt‘, von denen wir durch 18 fahren. Das Fahren in den Tunneln ist anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Zuerst glaube ich ohne Licht fahren zu können (old school Seitenläuferdynamo), das aber nur ganz kurz bis ich fast mit der Tunnelwand Bekanntschaft mache. Mein Fahrradvorderlicht hilft dann nach dem gleißenden Sonnenschein draußen aber auch nur bedingt weiter. Und einige der zahlreichen motorisierten Biker machen sich einen „Spaß“ daraus, ihre Maschinen im Tunnel mal so richtig aufheulen zu lassen. Muskelspielchen auf die andere Art?
Unterwegs treffen wir ein junges Paar mit Rädern aus Deutschland, kommen schnell in’s Gespräch und bemerken, dass Er ein E-Bike hat und Sie ein normales Rad…Auf unsere Frage, ob es denn nicht umgekehrt ’normaler‘ wäre, zeigt er uns warum es so für sie besser ist, er hat nämlich einen ‚Zieh-Gummi‘ an seinem Rad, den er im Bedarfsfall an das andere Fahrrad klinkt und damit seine Partnerin leicht bei Anstiegen quasi im Schlepptau bergauf ziehen kann. Haben wir so noch nicht gesehen und gefällt uns aber gut.


Die Ausblicke entlang des Weges sind schon sehr schön. Die Donau schlängelt sich durch ein landschaftlich reizvolles und z.T. relativ schmales Tal und alles ist noch sehr ursprünglich. Wir meistern die ersten „Bergwertungen“ und genießen danach die Ausblicke von ‚etwas weiter oben‘ ganz besonders.

Da es entlang der Strecke nicht wirklich viele Unterkünfte gibt, sind wir froh, noch ein Quartier in einer guten Tagesetappen-Entfernung gefunden zu haben – ein Chalet in der Nähe von Gulubinje. Die ‚Ljubicine kolibe‘ sind eine Empfehlung für alle, die es einfach, urig und herzlich mögen.


Von der höhergelegenen Terrasse haben wir einen tollen Blick auf die Donau und den Sonnenuntergang
hinter den Bergen auf rumänischer Seite. Ein wunderbares Bild, welches den Abend einläutet.
Etappe #12: Golubinje – Negotin, 110km
Wir stehen schon um 07:00 Uhr auf, damit wir die heutige anspruchsvolle Etappe auch gut schaffen. Unser Herbergsvater macht uns noch ein reichliches Frühstück, wovon wir einen Teil als Wegzehrung mitnehmen. Unser heutiges landschaftliches Highlight ist das eigentliche Kernstück des Eisernen Tors mit den engsten Stellen des Tals, in denen die Donau auf 200 m eingeschnürt wird, dafür aber über 60 m tief ist. Wir erreichen es gegen 10:00 Uhr, natürlich wieder und weiter mit ein paar schon bekannten Tunneldurchfahrten.
Unterwegs treffen wir noch das Pärchen vom Vortag, ein schönes Wiedersehen ‚Gleichgesinnter‘.





Der Weg hält auch wieder einige Steigungen und zwei größere Anstiege bereit. Den ersten meistern wir trotz der erhöhten Wetter-Wärme-Werte ganz gut. Oben werden mit dieser tollen Aussicht belohnt. „Unser“ Anstieg ist hinten links am Hang zu erahnen. Beim zweiten bei Gegenwind kurz nachdem wir das Eiserne Tor verlassen haben und nach unserer späten Mittagsrast in Kladovo müssen wir aber doch schieben – bei aller Liebe zum Fahren …..


Nach dem Eisernen Tor sind wir wieder in weitläufigeren Gefilden zurück … und auf eher mäßigen Wegen.

Gegen Abend kommen wir in Negotin an und beziehen unser Quartier in der Villa DeLux, eine Anlage sogar mit Pool, das hatten wir noch nicht so häufig.
Diese schöne und anspruchsvolle Etappe ist Grund genug, bei unserem Abendmahl voller Freude und ein wenig Stolz auf diese anzustossen.


Etappe #13: Negotin – Vidin, 68km
Nach einem sehr guten Frühstück und einem Bad im Pool radeln wir noch durch die Fußgängerzone. Hier gibt es ein Cafe nach dem anderen und überall sitzen Einheimische und plaudern oder schauen einfach dem Treiben des Tages zu. Wir machen uns aber auf den Weg.


Nach kurzer Zeit erwartet uns ein langer Aufstieg, den wir schiebend bewältigen, 3…4 weitere sollen heute folgen. Nach ca. 20km erreichen wir die Grenze zu Bulgarien. Wir sagen Serbien nach knapp 700 km Gesamtstrecke ‚dovidschenja‘.




Der Grenzübertritt dauert nicht lange und so sind wir in 5min wieder auf EU Territorium. Im Gegensatz zu dem Nicht-EU-Land Serbien sieht es hier aber genau so aus – verlassene bzw verfallene Häuser, welche viele Dorfbilder prägen. Mülltrennung gibt es zwar theoretisch, aber praktisch sieht es offensichtlich anders aus.
Ganz anders als in Serbien sieht auch die Radwegausschilderung aus. Sie ist schlichtweg nicht vorhanden. Und das nach der vorbildlichen Beschilderung in Serbien! In der bulgarischen Grenzstadt verfahren wir uns also erst einmal ein ganz kleines bisschen, fuchsen uns dann aber in die neue Situation ein.
Unterwegs sehen wir ein Haus, vor dem zahlreiche Puppen mit unterschiedlicher Kleidung platziert sind.




Wir erleben auch, wie schon in Serbien, dass plötzlich 2..3 Hunde von rechts oder links auf die Straße rennen und uns attackieren, bellend und stellenweise sehr dicht an Rad und Bein. Das erzeugt ein nicht gerade angenehmes Gefühl und wir folgen einem spontanen Fluchtimpuls, was sicherlich falsch ist. Glücklicherweise lassen die Hunde nach einer kurzen Verfolgung aber von uns ab. Wir haben deswegen unseren Abzweig verpasst, verspüren aber wenig Lust, wieder an den Hunden vorbei ins Dorf zurückzukehren. So fahren wir eine alternative Route.
Wir sind bald in Vidin, dessen Stadtbild uns an bestimmten Stellen an längst vergangene Zeiten erinnert.


Wir erreichen dort einen schönen Park mit tanzenden Kindern und einem Cafe, indem wir uns niederlassen, den Schatten und unsere Ankunft geniessen.
Die Uferpromenade an der Donau erkunden wir mit einem kleinen Spaziergang.


Hier gibt es auch einige Restaurants, von denen wir uns eins für unser Abendmahl auswählen und darin dann das offizielle Ende dieser Tour feiern, denn morgen geht es dann weiter mit dem Zug nach Sofia. Die ‚Feier‘ wird zum Schluss etwas durch plötzlich über alles Lebende herfallende Mückenschwärme getrübt. Die Einheimischen sind vorbereitet und haben Gegenmittel dabei – wir leider nicht.
Vidin – Sofia (Zug)
Heute steht also eine Zugfahrt auf dem Programm. Bei der Vorbereitung der diesjährigen Tour stand natürlich die Frage, von wo und mit welchem Verkehrsmittel wir am besten wieder nach Berlin zurückkommen. Da Zugverbindungen durch Rumänien sehr lange dauern – kein Vergleich mehr zu den Verbindungen unserer Jugend, als gefühlt die halbe DDR mit dem Zug durch Rumänien nach Bulgarien fuhr – und die Fahrradmitnahme in Rumänien generell schwierig zu sein scheint, haben wir uns für den Rückflug ab Sofia entscheiden. Das ist 260 km entfernt, aber es gibt 2x täglich eine direkte Zugverbindung ab Vidin dorthin.
Nach einem kleinen Stadtrundgang verabschieden wir uns von Vidin und machen uns auf Richtung Bahnhof.

Im Bahnhof bestaunen wir die High-Tec Ausstattung und die „zahlreichen Anzeigen“, bevor wir für umgerechnet 20€ unsere Fahrkarten erwerben.


Dann rein in den Zug, in dem unsere Räder vom Schaffner einen Stellplatz in der 1. Klasse zugewiesen bekommen.






Die Züge in Bulgarien sind in keinster Weise mit denen in Deutschland vergleichbar. Normalerweise würde man vom äusseren Erscheinungsbild her denken, dass sie in Kürze ausrangiert werden, aber nein, sie sind in diesem Zustand ganz ’normal‘ – es gibt weder eine Klimaanlage noch ein Restaurantwagen, noch saubere WC Abteile.
Der Zug selbst fährt maximal 60…80 km/h und die Schienengeräusche erinnern uns an den Pannonia Express, mit dem wir vor 40 Jahren nach Bulgarien gefahren sind.
Die Fenster sind auch noch die von damals, lassen sich herunterziehen, was wir uns zu Nutze machen, um den Kopf mit Fahrtwind zu versorgen und dabei die Umgebung ‚zu erkunden‘.



Nach knapp 5h Zugfahrt kommen wir in Sofia an, sind froh, dass wir unsere Fahrräder auch festgebunden haben, denn durch die sich unterwegs öffnende und offen gebliebene Eingangstür, wären unsere Räder ohne das ‚Anschnallen‘ aus dem Zug gefallen.



Unser Ankunftsbahnhof ist Sofia-Nord, ein sehr winziger Vorort-Bahnhof mit ‚interessantem Charme‘. Wir hätten dort in einen Zug zum Hbf. umsteigen können, ziehen aber eine Radfahrt durch die Stadt vor. Außerdem wollen wir auf dem Weg schon mal bei Fahrradläden für Transportkartons vorfühlen. So haben wir eine längere Tour durch die Stadt, werden nach einigen erfolglosen Versuchen in einem wirklich tollen Laden fündig. Das erspart uns die Suche am nächsten Tag.
In Sofia haben wir uns ein größeres Appartement gebucht, damit wir genug Platz haben, unsere Räder und Fahrradkartons auch sicher unterzustellen.


Sofia
Am Ende unserer diesjährigen Tour verbringen wir noch einen Tag in Sofia, um zum einen unsere Räder Flugzeug-gerecht zu verpacken und zum anderen uns nochmal die Stadt anzuschauen, in der wir das letzte mal zu DDR Zeiten waren, was also schon eine Weile her ist.
So zumindest der Plan – und genau in der Reihenfolge: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Zunächst fahren wir mit der U-Bahn zum gestern gefundenen Laden mit den Fahrradkartons, in dem wir von jungen und sehr engagierten Leuten empfangen werden.
Die Kartons transportieren wir dann in der U-Bahn und das Füllmaterial dazu finden wir zuerst glücklicherweise in auf der Straße stehenden Papier-Sammelbehältern und Klebeband und Luftpolsterfolie nach einigem Suchen in einem kleinen Heimwerkerladen.


Im Quartier angekommen, geht es an das Verpacken. Das klappt im Prinzip ganz gut, ausser dass ich an meinem Fahrrad die linke Pedale einfach nicht gelöst bekomme. Selbst mit stärkstem Körpereinsatz gelingt es nicht – im Gegenteil – der Maulschlüssel geht dabei kaputt. Nun ist guter Rat teuer….
Aber erst einmal gibt’s eine kleine Stärkung auf dem Zimmer. Dabei kommt der Gedanke, das Ganze nochmal in einer KFZ Werkstatt zu versuchen – vielleicht gibt es dort noch anderes Werkzeug, um die Pedale zu lösen. Aber auch hier geht ein weiterer Maulschlüssel kaputt und mit aller Kraft und neuem Werkzeug gelingt es nicht, die Pedale zu lösen. Das ist schon sehr ‚verschärft‘ , aber der Werkstatt-Kollege gibt mir den Tipp, es nochmal in einem Fahrradladen zu versuchen, vielleicht haben sie dort noch anderes Werkzeug.. Und so fahre ich zu dem Laden, der uns die Kartons gegeben hat. Dies ist meine Rettung. Der junge Kollege hat eine Idee, wie man auch ohne die Pedale zu lösen – er schafft es nämlich auch nicht – die Pedal-Achse herausnehmen kann.


Damit gelingt es letztendlich das Rad doch noch in ‚letzter Minute‘ in den Karton zu verpacken – der Mitreisende hat in der Zwischenzeit ein Lastentaxi zum morgigen Transport der verpackten Räder zum Flughafen organisiert, was auch nicht ganz einfach war – so dass wir erleichtert am Abend doch noch etwas dem Vergnügen frönen können und eine Runde durch die Stadt gehen, dabei einige Erinnerungen aus unseren Besuchen in den 1980ern auffrischen – und auf die Tour 2025 anstoßen.


– die älteste Kirche Sofias aus dem 4.Jh

EPILOG: Abreise Sofia
Da unser Rückflug erst am Nachmittag startet, wir gestern dann doch alles zu Organisierende organisiert bekommen haben, gönnen wir uns noch einen entspannten Vormittag in Sofia. Nach einem leckeren Frühstück in einer in der Nähe des Hotels gelegenen, sehr guten Bäckerei müssen wir unbedingt noch zur Alexander-Newski-Kathedrale, um der gedanklichen Assoziation in Belgrad Genüge zu tun und zu schauen, ob uns unsere Erinnerung nicht getäuscht hat. Wir werden nicht enttäuscht und lassen es mal im Raum stehen, welche dieser beiden Kathedralen nun die beeindruckendere ist.



Alexander-Newski-Kathedrale. – eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt
Zurück im Hotel erwarten wir das gestern gebuchte Lastentaxi, das sich als mittelgroßer Van entpuppt. Oh oh! Und dabei hatte ich bei der Buchung die Maße der Fahrradkartons durchgegeben. Der Taxifahrer sieht beim Anblick der Karton auch nicht wirklich glücklich aus, aber schließlich schaffen wir es alles zu verstauen.


Nur der zweite Mitfahrer passt nicht mehr ins Taxi. Kein Problem, die Metrostation ist „gleich um die Ecke“.
Am Flughafen dann die üblichen Probleme. Ein Fahrradkarton ist zu groß für den Sperrgepäckscanner. Kurze Diskussion und Aufregung, dann gibt es nach längeren internen Gesprächen mit mehreren hinzugezogenen Leuten eine Lösung – den wohlverpackten Karton wieder öffnen und kontrollieren lassen. Wir bekommen danach auch Klebeband und ’ne Schere zum Wiederverschließen – alles gut!
…und damit können wir einsteigen und den Flug geniessen….

Hoch oben in den Lüften rauschen wir an Stationen unserer dies- und letztjährigen Routen vorbei und freuen uns schon auf die Fortsetzung der Tour 2026.

































































































































































































































































































































































































































































































































