Zusammenfassung
In diesem Jahr bringt uns der Zug zu unserem Etappenstart nach Budapest. Von hier aus geht es immer der Donau entlang durch Ungarn, Serbien und Bulgarien bis nach Vidin. Auf dieser 1000km langen Etappe, sehen wir in 14 Tagen ganz verschiedene Landschaften, Städte und Menschen. Das landschaftliche Highlight ist ganz klar die Donauenge bei… in Serbien. So unterschiedlich wie Land und Leute sind auch die Wegverhältnisse und insbesondere die Ausschilderung des EV6. Serbien kann hier quasi als mustergültig bezeichnet werden, wobei die Wege selbst teils sehr naturbetont daherkommen. Überrascht waren wir von den doch überwiegend ärmlichen Verhältnissen in Bulgarien, wobei die Gastfreundschaft oder die Freundlichkeit der Leute in keiner Korrelation dazustehen. Insgesamt wieder eine tolle Tour – ohne Pannen – mit viel Sonne und Wärme und jeder Menge neuen Eindrücken.

Euro Velo6 – Etappe 1-4
Prolog: Ankunft Budapest
Wir kommen gegen 20:00 Uhr in Budapest an, checken im Hotel MEDOS ein, sagen der Donau schon mal ‚Guten Abend‘ und speisen in einer am Hotel nahegelegenen ‚Restaurantmeile‘.




Etappe #1: Budapest – Tass , 74 km
Bevor wir uns auf die erste Etappe machen, drehen wir noch eine kleine Runde durch’s Zentrum. Um 10:00 Uhr ist es schon gut warm, insofern erlangen die in der Fußgängerzone installierten ‚Kühldampfsprüher‘ unsere besondere Aufmerksamkeit. Kurz danach entsteht das ‚offizielle‘ Startfoto der diesjährigen Tour.



Am frühen Abend erreichen wir Tass, ein sehr kleiner Ort – aber mit unserer Unterkunft – ein großes Gehöft mit Nebengelass – deren Eingang erstmal verschlossen ist , so dass wir einen leichten Schreck bekommen. Nach einer kleinen Weile öffnet uns aber ein älterer Mann, der uns in eine Veranstaltungshalle führt -wir sind offensichtlich die einzigen Gäste. Hier begrüßt uns eine fliessend ungarisch sprechende nette Frau mit einer selbst gemachten köstlichen Limonade , auf die recht bald ein köstliches Abendmahl folgt. Das Frühstück wird uns schon am Abend in einen großen Korb gepackt, so dass wir – wie Rotkäppchen – zufrieden unser Quartier beziehen – ein separat stehendes Haus mit eigener großer Terrasse. Mit einem herrlichen Abendrot über einem nahegelegenen See klingt dieser Tag dann aus.



Etappe #2: Tass – Kalocsa, 78 km
Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück aus dem Rotkäppchenkorb, auf einer schattigen Terrasse sitzend mit Blick in’s Weite.


Kurz nach dem Start bekommen wir einen ersten Vorgeschmack auf das Streckenprofil, welches uns noch sehr oft im Verlauf dieser Tour begegnen sollte.

Etappe #3: Kalocsa – Mohacs , 85 km
Auf der Hälfte der Etappe erreichen wir die kleine Stadt BAJA an der Donau, die wir kurz durchstreifen, bevor wir uns am Donau-Ufer einen schattigen Rastplatz für unsere Vesper suchen.


Am Ziel der Etappe , in Mohacs, warten wir noch auf die Fähre, die uns an das gegenüberliegende Ufer bringt, wo das Hotel XXX schon darauf wartet, uns für eine Nacht zu beherbergen.


Etappe #4: Mohacs -Apatin, 93 km
Diese Etappe ist in mehrfacher Hinsicht besonders. Zum einen überqueren wir die Grenze von Ungarn nach Serbien mit einem aussergewöhnlichen Sicherungsgrad, zum anderen ist der Grenzverlauf hier sehr kurios, da er sich nicht wie üblich entlang des Flusses befindet, sondern in – für uns nicht erklärbaren – Schlängellinien entlang des Flusses -quasi- ‚Mäandert. Und zum Dritten stelle ich auf der Fahrt fest, dass ich meinen schönen Mini-Rucksack, den ich auf unserer Bodensee-Königsee Tour erwarb, im Hotel gelassen habe.

Nach einem stärkenden Frühstück checken wir aus unserem Hotel aus und fahren mit der Fähre über die Donau, um von hier aus die Etappe nach Apatin zu starten.



Nach xxx km endet der Weg an einer massiv errichteten Grenzanlage. Für innereuropäische Verhältnisse eine eher ungewöhnliche ‚Befestigung‘. Laut Recherche wurde hier durch EU Beschluss ein Bollwerk gegen illegale Flüchtlingsströme errichtet. Der Anblick erinnert uns an längst vergangene Zeiten.


Der ‚freie‘ Grenzübertritt ist nicht weit entfernt. Wir sind also in Serbien – einem Nicht EU Land – und sind schon mal sehr positiv überrascht, dass der EV6 Radweg hier durch eine klare und gute Ausschilderung offensichtlich wertgeschätzt wird.



Unterwegs machen wir noch in der kleinen Stadt Sombor Rast, hier fallen uns diverse künstlerische ‚Elemente‘ im Stadtbild auf, die zu einer angenehmen Gesamterscheinung beitragen.



Am Abend erreichen wir Apatin, machen noch eine kleine Stadterkundung und entdecken dabei ein besonders interessantes Denkmal – die sitzende Statue mit Nicola Tesla.

Etappe #5: Apatin – Bakonovo Selo, 98 km
In Apatin schauen wir uns noch die byzantinische Kirche der heiligen Apostel an, bevor es losgeht. Es ist eine sehr warme, lange Etappe , die uns bei 37 Grad durch das Land führt. Schatten ist rar und so sind wir sehr froh, das Ziel und – damit verbunden- eine Dusche zu erreichen. Kaum dass wir erfrischt unsere Quartiersumgebung in Augenschein nehmen, zieht eine mächtige schwarze Wand – und damit verbunden ein sehr starker Wind auf, der sekundenschnell die Baldachine unserer Unterkunfts-Terrasse zerlegt. Der junge Mann, der den Service leitet, erzählt uns, dass es seit 2 Jahren immer mehr extreme Stürme und Starkregen gibt. Wir sind aber im Haus geschützt, geniessen unser Abendessen und sind heilfroh, dass wir unsere Herberge vor diesem Unwetter erreicht haben.








Etappe #6: Bakonovo Selo – NoviSad, 66 km
Zum Glück ist es heute -nach dem starken Regen -gefühlt 10 Grad kühler, was uns sehr erfreut und das Losfahren viel schwungvoller gestaltet.


Nach ca 1h Fahrt kommt es leider zu einem Sturz bei einem Spurwechsel- Manöver. Die Wege sind eben größtenteils aus Sand oder oft auch Schotter , und wenn man da in’s Rutschen kommt …. Zum Glück gibt es keinen größeren Personen- oder Radschaden und mit Verbandszeug können die Wunden erstmal ‚versorgt‘ werden.
Die Einfahrt in NoviSad ist sehr schön. Ein toller Boulevard mit einem extra Streifen für Jogger, einem großen Mittelstreifen zum Flanieren und 2 getrennten Radwegen – lädt Leute zum Flanieren , Sport treiben und Verweilen ein.


Unser Quartier liegt in einem Innenhof mit einem sehr sehr großen Zimmer, in das wir auch unsere Räder abstellen können.



Der Weg zur Altstadt ist nicht weit und so erkunden wir NoviSad am Abend und lassen diesen mit einem leckeren Kebabcici Mahl ausklingen.




Etappe #7: NoviSad – Belgrad, 103 km
Bevor es ‚auf die Strecke‘ geht, geht es erstmal hoch hinaus auf die Festung von NoviSad. Hier verbindet sich Kunst mit einem schönen Blick auf bzw. über die Stadt.


Viel Strasse und naturbelassene Wege prägen diese Etappe bis kurz vor Belgrad. Besonders schön war unsere Mittagsrast unter einem schatten spendenden Baum , mit Blick auf die Theiß-Mündung und eine Baustelle, von der uns irgendwann die Bauarbeiter zurufen : Guten Appetit 🙂 …..Nette Begegnung.


Am Abend erreichen wir die serbische Hauptstadt , beziehen unser Quartier und erkunden noch die Stadt bei Nacht.


Etappe #8: „Ruhetag“ Belgrad
Wir nutzen für unseren Stadtbummel auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die überraschenderweise kostenlos nutzbar sind. Belgrad hat schon schöne Ecken, aber insgesamt kommt der Eindruck auf, dass vieles auf Verschleiss gefahren wird. Gerade auch bei bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Dom des heiligen Sava, der uns irgendwie auch an die Newski Kathedrale erinnert, liegen Gehwegplatten lose herum und die Wege sind quasi sich selbst überlassen. Dafür sind wir von der überbordenden Fülle des Innenraums schon fast ‚erschlagen’….




Am Nachmittag besichtigen wir noch einen ‚Ableger‘ des Berliner Holzmarkt-Projektes – der Versuch in einem etwas abgelegen Gebiet wieder Kultur und Treffpunkt zu installieren / etablieren. In unmittelbarer Nachbarschaft sehen wir einen ‚Bus-Friedhof‘, ein großes Gelände, auf dem jede Menge alte O-Busse und Strassenbahnen stehen. Nach etwas Recherche beim Schreiben dieser Zeilen erfahren wir, dass es lange Zeit lange Diskussionen um die Zukunft der O-Busse gab, diese dann aber offensichtlich 2024 nach 78 Jahren Betrieb abgeschafft wurden.




Als letztes Ausflugsziel für diesen Tag begehen wir die Festung in Belgrad, welche auf einer Anhöhe gelegen, einen wunderschönen Blick über die Umgebung inklusive der Save-Donau Mündung erlaubt.




Etappe #9:
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Etappe #10:
Etappe #11:
Etappe #12:
Etappe #13:
Fazit
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