Zusammenfassung R1 2016
Wir haben in diesem Jahr unsere 3. und bisweilen – mit 920 km in neun Tagen – längste Etappe absolviert.
Besonders dabei war natürlich die Fahrt durch unsere Heimatstadt Berlin.
Die Fahrt durch Polen war absolutes Neuland für uns und hat uns gezeigt, in welchem Fahrrad-freundlichen Land wir eigentlich zu Hause sind. Gefühlte 50% des Weges waren durch teilweise schlechte oder stark befahrene Straßen gekennzeichnet.
Die Landschaft ist durchaus mit der Brandenburgischen oder der Norddeutschen vergleichbar. Eine besonders schöne Erscheinung ist die Weichsel, ein majestätisch wirkender, von Sandbänken durchzogener und daher kaum von Schiffen befahrener Fluss, dessen Begegnung uns nachhaltig beeindruckt hat.
Als Stadt hat uns Chelmno mit seiner wunderbaren Altstadt am besten gefallen.
Wir beenden diesen dritten Abschnitt mit Dankbarkeit gegenüber den freundlichen Menschen und dem Wettergott, der uns mit einem guten Mix aus Sonne und Wolken verwöhnt hat.
Auf eine spannende nächste Etappe 2017.

R1 Tour 2017
Etappe #1: Lutherstadt Wittenberg – Caputh 94km
Wir starten den 3. Teil unseres Projektes und setzen dort an, wo wir letztes Jahr aufgehört haben, in Lutherstadt Wittenberg. Von hier aus geht es durch den Fläming, vorbei an Bad Belzig mit der Burg Eisenhardt und dem ZEGG, über Beelitz Heilstätten mit dem sagenhaft großem noch teils ruinenhaften Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte – bis in die seenreiche Gegend um Potsdam, nach Caputh.







Am Ziel – bei Caputh
Etappe #2: Caputh -Grünheide 94km
Heute geht es auf eine besondere Etappe. Als Berliner fahren wir durch unsere Heimatstadt und werden dabei von den Familien und Freunden begleitet, so dass dieser Abschnitt von Berlin-Wannsee, vorbei an der Siegessäule und durchs Brandenburger Tor, durch Treptow und Köpenick, weiter über Erkner bis nach Grünheide in besonders schöner Erinnerung bleiben wird.








Etappe #3: Grünheide – Osno Lubuskie (Polen) 125km
Diese Etappe ist klar durch den Länderwechsel gekennzeichnet, es geht nach Polen. Doch zunächst durch das schöne Städtchen Buckow und das weite Oderbruch. Bei Küstrin dann über die Oder auf die polnische Seite zur ehemaligen Altstadt und Festung, die 1945 komplett zerstört wurde und heute großflächig überwachsen, auf bizarre Weise aber faszinierend anzuschauen ist – und von der man einen herrlichen Blick über die Oder hat.
Nach weiteren 25km sind wir an unserem ersten polnischen Zielort angekommen.






Etappe #4: Osno Lubuskie – Miedzychod 100km
Die zweite Etappe in Polen führte uns im Wechsel über weite Landschaften und durch kleine Dörfer und Städte.
Unser Polnisch ist sehr rudimentär, aber die Verständigung klappt eigentlich problemlos, da viele entweder deutsch oder englisch sprechen.



Etappe #5: Mydzychod – Trzcianka 101km
Dieser Teil der Strecke führte fast ausschließlich über zum Teil stark befahrene Landstraßen von oft schlechter Qualität. Überholende LKWs und schnell fahrende Pkws machten diese Etappe doch eher ungemütlich und anstrengend.
Von den durchfahrenden Ortschaften bleibt eigentlich keine in nachhaltiger Erinnerung, bis auf die kleine Stadt Kreuz mit dem Bahnhof und den ausgedehnten Gleisanlagen, deren wahre Bedeutung Jahrzehnte zurückliegt.






Etappe #6: Trzcianka – Bydgoszcz 135km
Diese Etappe war in mehrfacher Hinsicht ein- und erstmalig. Zum einen hatten wir das früheste Frühstück – um 7:00 Uhr – dann die längste ohne Pause durchfahrende Strecke – 40 km – und zu guter letzt die weiteste Etappe unserer Fahrradtour-Tradition – 135km. Und da am Radweg keine Übernachtung zu finden war, haben wir ausnahmsweise den R1 für ein Stück verlassen und sind von Osiek direkt nach Bydgoszcz gefahren.
Der Weg war entspannt und insbesondere durch das weite Netzetal sehr genussvoll.
Relativ zu Beginn des Weges kamen wir an einem großen Gelände mit Herrenhaus und verlassenen Stallungen vorbei, welches momentan wohl für 13 Mio Dollar zum Verkauf angeboten wird.

Herrenhaus von Kotun – eines von vielen brachliegenden ehemaligen Gutshäusern




Nastrowe – glücklich haben wir unser Ziel erreicht
Etappe #7: Bydgoszcz – Chelmno 74km
Wir erkunden am Vormittag die Stadt Bydgoszcz (Bromberg), um dann von hier aus zurück zum R1 zu fahren, der uns weiter nach Nordosten zu unserem nächsten Zielort Chelmno führen wird.
Bydgoszcz hinterlässt bei uns einen eher zwiespältigen Eindruck, der sich aus dem Widerspruch zwischen schönem Marktplatz und einigen daneben liegenden renovierten Häusern und der doch ansonsten eher maroden Bau- und Altstadtsubstanz ergibt.
Zu dem absoluten Höhepunkt gegen Ende dieser Etappe gehört für uns der Blick über die Weichsel nach Chelmno, deren Altstadt uns schon von Weitem mit ihren Türmen und Burgmauern hoch über dem Fluss begrüßt. Der tolle Mix von Sonne und Wolken ergibt ein besonders intensives Stimmungsbild.












Etappe #8: Chelmno – Kwydzin (Marienwerder) 80km
Wir nutzen den Vormittag um uns die bis jetzt am stimmigsten und interessanteste polnische Kleinstadt etwas näher zu betrachten und einige der sehr schön restaurierten Kirchen, Klöster oder Gebäude anzuschauen.




Etappe #9: Kwidzyn (Marienwerder) – Elblag 105km
Heute beginnt der letzte Tag unserer diesjährigen R1 Tour – mit einer Besichtigung der Hauptattraktion von Kwidzyn, der Ordensburg, bevor wir gegen 11:30 Uhr aufbrechen.
Am Abzweig der Nogat verlassen wir die Weichsel. Der Weg führt auch diesmal vorbei an Feldern, Wäldern sowie kleineren und größeren Ortschaften.
Des Öfteren müssen wir zur Orientierung unseren R1 Radführer nutzen, da an verschiedensten Wegkreuzungen oder -gabelungen die R1 Schilder fehlen.
Gegen Abend erreichen wir unser Ziel und beschließen die diesjährige Etappe mit einem zünftigen Abendmahl in der Altstadt von Elblag.








